Deutsch-japanischer Fachkräfteaustausch

Das Abenteuer deutsch-japanischer Fachkräfteaustausch 2017 hat begonnen. Nach einem weitestgehend entspannten Flug, ist die 10-köpfige deutsche Delegation unter Leitung von Christian Conrad am 29.10.2017 gut in Tokio angekommen. Im Jahr 1967 vereinbarten die dsj und Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA) den "Jugendleiteraustausch" und  führten die erste Maßnahme durch, so dass dieser Austausch dieses Jahr 50-jähriges Bestehen feiert! Neben der Delegation des Fachkräfteaustauschs, sind auch Jan Holze und Benny Folkmann (1. und 2. Vorsitzender der Deutschen Sportjugend) gerade in Tokyo. So wurde der Empfang am ersten Abend auch dazu genutzt, um das Jubiläum "50 Jahre Führungskräfteaustausch" zu würdigen.

Hier geht zum Blog der Delegation!

Auswertungs- und Planungstagung

zum deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch 2017/2018 vom 13.-14.10.17 in München


Vom 13.10.- 14.10.2017 fand das Jahrestreffen für die Träger des Simultanaustausches in München statt, um die diesjährigen Maßnahmen auszuwerten und sich auf den Austausch 2018 vorzubereiten. Kirsten Hasenpusch (dsj-Vorstandsmitglied) und Dieter Haug (Japan AG), die dieses Jahr zusammen mit Masako Tsuno von der dsj-Geschäftsstelle das Leitungsteam bildeten, begrüßten die Teilnehmenden und berichteten von der diesjährigen Out-Maßnahme mit dem Seminar für die Gruppenleitung und dem zentralen Vorbereitungsseminar der gesamten Delegation in Blossin sowie dem Austauschprogramm in Japan. Insgesamt verlief die Out-Maßnahme sehr gut und man ging in der Nachbereitung auf einzelne Punkte, wie die Auswahl und Kriterien von jugendlichen Teilnehmenden und Gruppenleitung der Mitgliedsorganisationen sowie die Qualität und Quantität der Gastgeschenke ein.

Aus der In-Maßnahme berichtete Kaori Miyashita vom Zentralprogramm I mit dem Empfang im Römer, der Stadtrallye und dem gemeinsamen Sportprogramm an der Sportschule in Frankfurt. Jan Portscher stellte im Anschluss sein Regionalprogramm bei der SG Eintracht Frankfurt vor und ging hierbei unter anderem auch auf die Umsetzung des Jahresthemas in einer spielerischen Variante mit Ultimate Frisbee und den Fair Play-Regeln ein, da dies sehr gut mit den Jugendlichen umgesetzt werden konnte. Matthias Heitzmann gab einen kurzen Rückblick über das Zentralprogramm II in Berlin mit einer sehr schön gestalteten Sayonara-Party durch die Sportjugend Berlin und die japanischen Teilnehmenden. Über die Inhalte des Auswertungsgesprächs mit dem Leitungsteam der Japanischen Sportjugend wurde ausführlich berichtet, damit künftig die Programmgestaltung und Inhalte noch verbessert werden können.

Am zweiten Tag begann Christian Warneke mit der sehr interessanten und aufschlussreichen empirischen Auswertung der Jahre 2013-2016. Gemeinsam mit seinem Team hat er die beantworteten Fragebögen der teilnehmenden deutschen Jugendlichen ausgewertet. Die Ergebnisse sind in einer Publikation zusammengefasst, die ab sofort bei der dsj-Geschäftsstelle erhältlich ist. Kirsten Hasenpusch und Dieter Haug informierten die Teilnehmenden über die Gesprächsthemen und Ergebnisse beim Führungskräfteaustausch in Frankfurt. Hier waren das deutsch-japanische Jugendlager in Tokio 2020 in Verbindung mit dem zeitgleich stattfindenden Simultanaustausch, Inklusion, Prävention sexualisierter Gewalt, die Entwicklung der Japanischen Sportjugend und die Evaluation des Austausches nur einige Themen, die besprochen und diskutiert wurden. Im Regionalprogramm war die japanische Delegation zu Gast bei der Badischen Sportjugend Freiburg und Matthias Heitzmann stellte kurz das durchgeführte Programm in Baden-Baden und Freiburg vor. Kaori Miyashita ging auf den 45. Simultanaustausch in 2018 mit der Terminplanung und dem Jahresthema ein. Wer hier noch Ideen und Vorschläge hat, die die olympischen Werte beinhalten, kann diese bis zum 31.10.17 mitteilen.

Zum Studienprogramm für die Fachkräfte der Jugendarbeit im November 2016 berichtete Chantal Jakstadt sehr informativ über die besprochenen Themen und das durchgeführte Programm in Japan. Ein Dank an alle Teilnehmende für den sehr regen Austausch bei der Trägertagung!

Text: Matthias Heitzmann
Foto: Dieter Haug

Deutsch - japanischer Führungskräfteaustausch in Japan


Die Delegation v.l.n.r.: Heike Thiel, Kai-Uwe Ölkers, Maurice Schallenberg, Fabienne Caiazza, Katrin Eger, Rosario Schmitz, Bernd Kater, Christian Conrad und Elena Lamby. Matthias Hansen konnte leider aufgrund der Orkanschäden nicht anreisen / Foto: Kaori Miyashita

„Soziale Vielfalt im Sport“ in Deutschland und Japan

Am 6. auf 7. Oktober trafen sich die Mitglieder der Delegation der Deutschen Sportjugend für den bilateralen Austausch für Fach- und Führungskräfte mit Japan in der Sportschule Hessen.

Nach einer kurzen japanischen Begrüßung durch Kaori Miyashita und der Begrüßung auf Deutsch durch Christian Conrad konnten gleich die ersten Kontakte spielerisch geknüpft würden.

Das Studienthema des diesjährigen Austausches kann unter dem Motto „Soziale Vielfalt im Sport“ zusammengefasst werden. Die Delegation wird sich hierzu in Japan über generationsübergreifende, integrative und inklusive Sportangebote, Aktionen, Konzepte, Maßnahmen und Programme informieren. In Diskussionsrunden und Vorträgen soll das Thema mit den verschiedensten Organisationen vertieft werden.

In kurzen Referaten stellten Heike Thiel („Integration beim Judo Club Fulda“), Bernd Kater („Basketball macht Schule“) und Elena Lamby („Sexualisierte Gewalt und Vielfalt im Sport“) ihre Vereine bzw. Projekte vor und es entstanden angeregte Diskussionen. Hier war schon zu erkennen, wie komplex diese Themen in Deutschland diskutiert werden. Umso spannender wird es für die Delegation sein, welche Modelle und Projekte der organisierte Sport in Japan und unser Kooperationspartner, die Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA), hierzu entwickelt hat.

Am Samstag stellte Kaori Miyashita die wichtigsten Sitten und Gebräuchen in Japan vor und wies auf die „größten“ Fettnäpfchen hin, die es zu umschiffen gilt, und organisatorische Belange der Reise geklärt.

Mit vielen Informationen bepackt und großer Vorfreude verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voneinander.
Christian Conrad

Deutsch-japanischer Führungskräfteaustausch 2017, Teil 2

Tontonkatsukatsu oder wie viele Schnitzel kann ein Japaner verdrücken
Eine kulturelle und kulinarische Reise durchs badische Land


Dass Baden Württemberg mehr zu bieten hat als Spätzle, defekte Bahnlinien oder nicht immer leichtverständliche Dialekte, all das ist bekannt. Das durften auch die japanischen Führungskräfte, die auf Einladung der deutschen Sportjugend (dsj) nach Deutschland gekommen waren, erfahren.

Nach zwei intensiven Sitzungstagen (im wahrsten Sinne des Wortes) versprach das Programm in Baden touristische, informative und kulinarische Abwechslung. Dafür hatten Matthias Heitzmann und sein Team gesorgt. Schon die Bewältigung der Bahnbaustelle in Rastatt wurde zum Kinderspiel. Den Besuch der Sportschule in Steinbach mit der Führung von Norbert Hartmann, einem Simultanaustauschteilnehmer der ersten Stunde, kann man getrost als ein Highlight bezeichnen. Judotrainer Christian Schnäbele (Gruppenleiter OUT 2016) und die Judokas des örtlichen Judovereins Sinzheim empfingen die Delegation mit „japanischer“ Begeisterung. Bei einer Übungs-und Trainingseinheit seiner Judokas konnten sogar einige Delegationsmitglieder teilnehmen. Der dadurch entstandene Kalorienverlust wurde anschließend mit einer Vielzahl von Schnitzeln kompensiert. Mit japanischen Stadtführungen in Baden Baden sowie in Freiburg konnten alle gemeinsam „Neuland“ entdecken. Empfänge beim badischen Sportbund und der Stadt Freiburg verliehen der Reise einen offiziellen Charakter. Ein touristischer Höhepunkt war sicher der Ausflug in den Schwarzwald. Der Besuch des Nordic Centers in Notschrei, die badische Brotzeit bei der Schwester von Dieter Thoma am Haldenköpfle (danke Britta!) sowie die Schwarzwälder Kirschtorte am Titisee erfüllten alle Klischees und werden sicher noch lange in den Erinnerungen aller Teilnehmer bleiben.

Nach der Rückfahrt zum Ausgangspunkt in Frankfurt galt es noch einige Themen abzuarbeiten. Stefan Höller, zuständig für olympische Projekte bei der dsj, informierte über das olympische Jugendlager von Rio. Im Anschluss fand eine Auswertung der Führungskräftebegegnung statt, bei der sich alle einig waren, an diesem Meinungsaustausch festzuhalten. Den Abend beschloss eine Einladung beim japanischen Generalkonsul Kamiyama, der alle mit Sushi und Tempura verwöhnte. Am Abflugtag besuchte die Delegation noch den Sportkindergarten in Weiterstadt, bevor es dann hieß: Sayonara – Auf Wiedersehen, das nächste Mal wieder in Japan!

Text: Dieter Haug    Foto:dsj

Deutsch-japanischer Führungskräfteaustausch 2017


Hisato TOMITA, Mitglied im Vorstand der JJSA, referierte über das Thema "Entwicklung der Japanischen Sportjugend".

Geduldiges Sitzfleisch erforderlich


 „Well done“ beschreibt nicht nur den Zustand eines gebratenen Steaks, sondern auch die Physis der Teilnehmer des deutsch-japanischen Führungskräfteaustauschs nach einem zweitägigen Sitzungsmarathon, galt es doch einen Berg von Themen abzuarbeiten. Olympisches Jugendlager 2020, Simultanaustausch im gleichen Jahr, Abstimmung der Unterlagen bezüglich der Prävention sexualisierter Gewalt, Quoten und Partnerschaften im Austausch, Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der von Professor Warnecke durchgeführten Evaluation, allesamt spannende und manchmal auch kontrovers geführte Gespräche, die stets auch noch übersetzt werden mussten. Ein lang gehegter Wunsch der dsj ist das Thema Inklusion am Simultanaustausch. Und nach der Präsentation der Sachstände von Lars Pickert vom Deutschen Behindertensportverband und Teppei Yukisane auf japanischer Seite war zu erkennen, dass beide Seiten sich der Problematik wohl bewusst sind, aber inhaltlich gar nicht so weit auseinander liegen.

Dass der Meinungsaustausch der Führungskräfte, dem eine Begegnung 2015 in Japan vorausging, damals noch mit Ingo Weiss, Chefsache ist, bewies die Anwesenheit des halben dsj-Vorstands. Jan Holze, Benjamin Folkmann und Kirsten Hasenpusch brachten sich ebenso durch ihre Expertisen mit ein wie die AG Japan, vertreten durch Noriko Takahashi, Helmut Lange, Matthias Heitzmann und Dieter Haug, wie auch die Geschäftsstelle mit Ferdinand Rissom, Kaori Miyashita und Masako Tsuno.

 Den Sitzungstagen folgt nun ein Abstecher nach Baden Baden und Freiburg, bei dem es etwas „gemütlicher“ zugeht, erfolgt der Meinungsaustausch jetzt auf lokaler Ebene. Doch auch hier steht stets der Deutsch-Japanische Sportjugend-Simultanaustausch im Fokus der Begegnung.

Text: Dieter Haug Foto: Helmut Lange

44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


DOSB Präsident Alfons Hörmann übergibt zusammen mit Jan Holze (dsj-Vorsitzender) den Jahreswimpel des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches an den japanischen Delegationsleiter Kenji Ito

Sayonaraparty in Berlin

Das war's. Der 44. deutsch-japanische Sportjugendsimultanaustausch ist Geschichte. Alle japanischen Gäste sind wieder gut zuhause angekommen. Die emotional bewegende Sayonaraparty auf dem Gelände des Landessportbundes (LSB) in Berlin war wieder eines der Highlights der Maßnahme.

Doch bevor es ans Feiern ging, machten zahlreiche Ehrengäste der Veranstaltung ihre Aufwartung. Fast die komplette Vorstandschaft der Deutschen Sportjugend hatte sich eingefunden, um die Japanerinnen und Japaner zu verabschieden. Der erste Vorsitzende Jan Holze betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Austauschs. Diese wurde auch durch Zahl der angereisten Ehrengäste unterstrichen, unter ihnen DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Wer seine Kinder liebt, schickt sie auf Reisen", so Hörmann in seinen Grußworten. Sein Sohn Roland hat im Jahre 2005 am Austausch teilgenommen. Gerade angesichts des Nordkorea-Konflikts sei die Verständigung unter den Völkern, vor allem im Jugendbereich, so Hörmann, ein probates Mittel, um Spannungen erst gar nicht erst aufkommen zu lassen. Explizit erwähnte er die Rolle von Erika Dienstl, die im Jahr 1967 den Austausch mit auf den Weg gebracht hatte. Für den LSB Berlin bedankte sich Claudia Zinke bei allen Helferinnen und Helfern. Der japanische Delegationsleiter Kenji Ito zeigte sich durch die Worte seiner Vorredner sichtlich gerührt. Er richtete seinen Dank vor allem an die Gastfamilien und die jugendlichen Partner auf deutscher Seite, die dem Austausch erst "Leben einhauchen" und die Seele der Begegnung darstellten.

Currywurst, Pommes und Obstteller, vorbereitet und serviert durch das Veranstaltungsteam der Sportjugend Berlin, bildeten die Grundlage für das ausgelassene Treiben, das im Anschluss an den offiziellen Teil stattfand. Ein bewegender Moment war sicher das Abschiedslied, das die japanischen Jugendlichen und die ebenfalls in großer Zahl angereisten deutschen Regionalpartner, Arm in Arm, anstimmten. Dass Tränen flossen, als es galt "Auf Wiedersehn" bzw. "Sayonara" zu sagen, auch das gehört inzwischen zur Sayonaraparty. So richten sich alle Augen bereits auf den 45. Sportjugend-Simultanaustausch, der für viele ein Wiedersehen bedeutet, wenn sie ihre neu gewonnen Freunde in Japan besuchen werden.

Text: Dieter Haug   
Fotos: Helmut Lange


44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


Gruppenbild nach dem Empfang im Römer

Zentralprogramm I in Frankfurt vom 31. Juli bis 2. August

Die Ankunft der japanischen Delegation des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches in Frankfurt kündigte sich dieses Jahr lautstark an. Mit einem tiefen Dröhnen donnerte die Maschine der Japan Airlines über die Sportschule Frankfurt und die Köpfe der Helfer hinweg, die kurz zuvor noch die letzten Vorbereitungen für das Zentralprogramm I getroffen hatten und nun eilig zum Flughafen fuhren, um die japanischen Gäste in Empfang zu nehmen. Die 82-köpfige Gruppe um Delegationsleiter Kenji Ito trat bald darauf in die Ankunftshalle hinaus und war trotz des langen Fluges sichtlich gespannt, Deutschland und seine Bewohner kennenzulernen. Schnell wurde das Gepäck in die bereitstehenden Busse verladen und ehe sie sich versahen, fuhren die japanischen Gäste bereits über ein kurzes Stück der „Deutschen Autobahn“ in Richtung der sich am Horizont abzeichnenden Commerzbank-Arena.
An der Sportschule angekommen, gab es zur Stärkung zunächst ein gemeinsames Abendessen, bei dem einige Teilnehmer ihrem Umgang mit Messer und Gabel noch den letzten Feinschliff gaben. Nach der offiziellen Begrüßung durch Matthias Heitzmann (AG Japan) und der Vorstellung der Helfer wurden die Teilnehmer samt Koffer und Schlüssel - idealerweise passend - auf ihre Zimmer verteilt. Doch an Nachtruhe war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu denken. Inspiriert von ihrem Umfeld trafen sich die japanischen Jugendlichen noch zu einem gemeinsamen Fußballspiel in der Sporthalle und unter begeisterten La-Ola-Wellen endete das erste Match auf deutschem Boden nach langem Kampf schließlich mit einem fairen 1:1. 
Ausgeschlafen und in guter Stimmung ging es dann am nächsten Morgen mit der Straßenbahn zum Römer, dem Mittelpunkt der Frankfurter Altstadt. Dort im Kaisersaal erwarteten bereits die Stadträtin Frau Nazarenus-Vetter und der Ressortleiter Jugendarbeit der dsj Peter Lautenbach ihre Ankunft. In ihren Begrüßungsreden unterstrichen beide die Bedeutung des deutsch-japanischen Simultanaustausches und des Sports allgemein für die interkulturelle Entwicklung junger Menschen und ließen es sich auch nicht nehmen, auf die Vorzüge der Stadt Frankfurt hinzuweisen. Kenji Ito bedankte sich daraufhin für den herzlichen Empfang und lud sogleich alle Anwesenden zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ein. 
Nach einem kleinen Umtrunk im Foyer des Rathauses konnten sich die japanischen Jugendlichen gruppenweise nun selbst ein Bild von der Stadt Frankfurt machen. Von der Paulskirche bis zum Palmengarten, vom Main Tower über den Eisernen Steg bis hin zum Frankfurter Zoo; überall waren sie zugegen und mussten dabei mitunter eigenwillige Aufgaben bewältigen. So wurden Passanten um eine Umarmung samt Foto gebeten oder der verdutzte Mitarbeiter des Rathauses musste über berühmte Besucher desselben Rede und Antwort stehen. Mit zahlreichen Schnappschüssen machten sich die Gruppen auf den Rückweg zur Sportschule, wo sie ein zweistündiges Sportprogramm erwartete. Es wurde geschwommen, geturnt, Völkerball gespielt und ein Parkour ganz im Stil der japanischen Game Show Takeshis Castle durchlaufen. Erschöpft aber glücklich ließen die Teilnehmer den Abend gemeinsam bei einem gemütlichen Grillen ausklingen. 
Am nächsten Morgen war die Aufbruchsstimmung unter den Japanern bereits deutlich zu spüren, doch zunächst ließen sie den vergangenen Tag mit einer kurzen Präsentation und Fotos der Stadtrallye noch einmal Revue passieren. Trimmy, das Maskottchen des DOSB, ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und schaute spontan für einige Fotos mit den japanischen Gästen vorbei. Bis um 10 Uhr waren schließlich auch die letzten Regionalbetreuer und Dolmetscher angereist und so konnten die japanischen Gruppen feierlich in ihre Hände übergeben werden. Gemeinsam steht ihnen in den nun kommenden 11 Tagen ein abwechslungsreiches Sport- und Kulturprogramm bevor. Wir wünschen ihnen und ihren Gastfamilien eine erlebnisreiche Zeit! 
Text:   Eric Tietz, AG-Japan
Bilder: dsj


Impressionen von der Stadtrallye


Sport verbindet


44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

Die traditionelle Jugendbegegnung der Deutschen Sportjugend und der Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA)  findet in diesem Jahr bereits zum 44. Mal statt und steht unter dem Jahresthema: „Fair Play: Respekt im Sport und persönlichen Umfeld".
Am Freitag, den 21. Juli 2017, machen sich 120 deutsche Teilnehmende auf den Weg nach Japan. Dort werden sie in Osaka empfangen, bevor sie in Kleingruppen für zwei Wochen in unterschiedliche Präfekturen Japans weiterreisen und sich am Ende zur Sayonara-Party in Tokyo wieder treffen. Den Heimflug treten sie am 7. August 2017 an. Das diesjährige Leitungsteam bilden dsj-Vorstandsmitglied Kirsten Hasenpusch (Stellvertretende Delegationsleitung), Masako Tsuno (Organisation) und Dieter Haug (Leiter des diesjährigen Austauschs). Kirsten Hasenpusch sagte: „Ich freue mich auf spannende, interessante und vor allem sportliche Wochen voller Vielfalt und Kultur, und darauf, gemeinsam mit den Teilnehmenden das Jahresthema ‚Fair Play und Respekt‘ zu füllen."

In  wenigen Tagen wird der Gegenbesuch aus Japan erwartet. 83 Japanerinnen und Japaner kommen am 31. Juli 2017 in Frankfurt an. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt geht es auch für sie in kleineren Gruppen weiter in verschiedene Regionen Deutschlands, bevor alle abschließend in Berlin zur Abschiedsfeier zusammenkommen und am 16. August 2017 wieder abreisen.

Sie können hier den Austausch live verfolgen!

Blog des deutschen Leitungsteams und Gruppen;
Fotos aus Japan (instagram) 

44. Deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


Gesamtdelegation 2017

Vorbereitungsseminar in Blossin vom 29. Juni bis 2. Juli

Land unter in Berlin. Sintflutartige Regenfälle, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen. Die Feuerwehr im Dauereinsatz. Und wir mitten drin. Schon der Weg vom Flughafen nach Blossin gestaltet sich schwierig. Wir müssen nach Brandenburg zur Jugendbildungsstätte an den Wolziger See. 120 Jugendliche und ihre Betreuer warten auf die letzten Infos, bevor es am 22. Juli Richtung Japan losgeht. Der Freitag ist ausgefüllt mit Vorbereitungen. Die Einkleidung muss sortiert und für jeden Teilnehmer abgepackt, Listen erstellt und kopiert, Absprachen untereinander und mit dem Büro der Bildungsstätte abgestimmt, Tagungsräume und die Mehrzweckhalle bestuhlt und eingerichtet werden. Nach dem Mittagessen treffen die Teilnehmer gruppenweise ein, zunächst die aus der näheren Umgebung, am Abend die anderen. Die Gruppe aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat verkehrstechnische Probleme und erreicht Blossin erst gegen 21 Uhr. Der Kennenlernabend erfordert bei manchen letzte Reserven, waren sie doch den ganzen Tag unterwegs. Auch das Programm des nächsten Tages ist prall gefüllt. Ein fester Programmpunkt seit Jahren ist die Morgengymnastik um 7:27 Uhr. 7:27 Uhr deshalb, um die Mädchen und Jungen zur Pünktlichkeit zu erziehen, die ein wesentlicher Bestandteil der japanischen Kultur ist. Anschließend proben alle den Cup-Song, der die diesjährige gemeinsame Mitmach-Aktion darstellt. Unterstützt von Ludwig, seiner Gitarre und einem spontan gegründeten Chor klappert und ploppt schon bald rhythmisch und erstaunlicher Synchronität durch die Halle. Themen-Workshops, Fotoshooting, ein interaktiver Japanisch-Kurs und sportliche Einheiten folgen dicht hintereinander, bevor nach dem Abendessen der große Länderabend stattfindet. Dort zeigen alle Gruppen ihre gemeinsam erarbeiteten und einstudierten Präsentationen, die sie auch in Japan aufführen wollen. Die Ideen sind vielfältig, die Darbietungen in ihrer Güte und Qualität unterschiedlich. Ronja und Fabian moderieren gekonnt durch das Programm und überbrücken manch technische Panne mit erfrischenden Einlagen. Der Abend klingt für viele Teilnehmer in der Halle mit Tanzmusik aus, während andere das gemeinsame Gespräch am Palstek suchen. Den Programmschwerpunkt des letzten Tages bilden die Erfahrungen von Pauline und Dennis, die sich in der Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft engagieren und den Teilnehmern eine Möglichkeit bieten, sich auch nach dem Austausch mit Japan, der ja bekanntermaßen eine einmalige Gelegenheit darstellt, zu beschäftigen. Letzte Fragen werden beantwortet, ein letzter Dank an all die zahlreichen Helfer und die AG (Kathi, Janine, Nadine, Helmut Noriko, Matthias und Eric), die Geschäftsstelle und Masako sowie Kirsten vom Leitungsteam, und schon machen sich alle wieder auf den Heimweg. Es bleiben noch drei Wochen, bevor die große Reise ins Land der aufgehenden Sonne startet. 
Dieter Haug


Gruppenleiter-innen und Delegationsleitung


Süortjugend Berlin/Brandenburg


Sportjugend Schleswig-Holstein


Deutsche Schwimmjugend


Deutsche Judojugend


Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern


Deutsche Skijugend


Württembergische Sportjugend


Sportjugend Niedersachsen I


Sportjugend Niedersachsen II


Sportjugend Sachsen /Sachsen-Anhalt


Sportjugend Rheinland-Pfalz/Saarland


Sportjugend Nordrhein-Westfalen


Sportjugend Bayern II




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