44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


DOSB Präsident Alfons Hörmann übergibt zusammen mit Jan Holze (dsj-Vorsitzender) den Jahreswimpel des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches an den japanischen Delegationsleiter Kenji Ito

Sayonaraparty in Berlin

Das war's. Der 44. deutsch-japanische Sportjugendsimultanaustausch ist Geschichte. Alle japanischen Gäste sind wieder gut zuhause angekommen. Die emotional bewegende Sayonaraparty auf dem Gelände des Landessportbundes (LSB) in Berlin war wieder eines der Highlights der Maßnahme.

Doch bevor es ans Feiern ging, machten zahlreiche Ehrengäste der Veranstaltung ihre Aufwartung. Fast die komplette Vorstandschaft der Deutschen Sportjugend hatte sich eingefunden, um die Japanerinnen und Japaner zu verabschieden. Der erste Vorsitzende Jan Holze betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Austauschs. Diese wurde auch durch Zahl der angereisten Ehrengäste unterstrichen, unter ihnen DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Wer seine Kinder liebt, schickt sie auf Reisen", so Hörmann in seinen Grußworten. Sein Sohn Roland hat im Jahre 2005 am Austausch teilgenommen. Gerade angesichts des Nordkorea-Konflikts sei die Verständigung unter den Völkern, vor allem im Jugendbereich, so Hörmann, ein probates Mittel, um Spannungen erst gar nicht erst aufkommen zu lassen. Explizit erwähnte er die Rolle von Erika Dienstl, die im Jahr 1967 den Austausch mit auf den Weg gebracht hatte. Für den LSB Berlin bedankte sich Claudia Zinke bei allen Helferinnen und Helfern. Der japanische Delegationsleiter Kenji Ito zeigte sich durch die Worte seiner Vorredner sichtlich gerührt. Er richtete seinen Dank vor allem an die Gastfamilien und die jugendlichen Partner auf deutscher Seite, die dem Austausch erst "Leben einhauchen" und die Seele der Begegnung darstellten.

Currywurst, Pommes und Obstteller, vorbereitet und serviert durch das Veranstaltungsteam der Sportjugend Berlin, bildeten die Grundlage für das ausgelassene Treiben, das im Anschluss an den offiziellen Teil stattfand. Ein bewegender Moment war sicher das Abschiedslied, das die japanischen Jugendlichen und die ebenfalls in großer Zahl angereisten deutschen Regionalpartner, Arm in Arm, anstimmten. Dass Tränen flossen, als es galt "Auf Wiedersehn" bzw. "Sayonara" zu sagen, auch das gehört inzwischen zur Sayonaraparty. So richten sich alle Augen bereits auf den 45. Sportjugend-Simultanaustausch, der für viele ein Wiedersehen bedeutet, wenn sie ihre neu gewonnen Freunde in Japan besuchen werden.

Text: Dieter Haug   
Fotos: Helmut Lange


44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


Gruppenbild nach dem Empfang im Römer

Zentralprogramm I in Frankfurt vom 31. Juli bis 2. August

Die Ankunft der japanischen Delegation des 44. deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches in Frankfurt kündigte sich dieses Jahr lautstark an. Mit einem tiefen Dröhnen donnerte die Maschine der Japan Airlines über die Sportschule Frankfurt und die Köpfe der Helfer hinweg, die kurz zuvor noch die letzten Vorbereitungen für das Zentralprogramm I getroffen hatten und nun eilig zum Flughafen fuhren, um die japanischen Gäste in Empfang zu nehmen. Die 82-köpfige Gruppe um Delegationsleiter Kenji Ito trat bald darauf in die Ankunftshalle hinaus und war trotz des langen Fluges sichtlich gespannt, Deutschland und seine Bewohner kennenzulernen. Schnell wurde das Gepäck in die bereitstehenden Busse verladen und ehe sie sich versahen, fuhren die japanischen Gäste bereits über ein kurzes Stück der „Deutschen Autobahn“ in Richtung der sich am Horizont abzeichnenden Commerzbank-Arena.
An der Sportschule angekommen, gab es zur Stärkung zunächst ein gemeinsames Abendessen, bei dem einige Teilnehmer ihrem Umgang mit Messer und Gabel noch den letzten Feinschliff gaben. Nach der offiziellen Begrüßung durch Matthias Heitzmann (AG Japan) und der Vorstellung der Helfer wurden die Teilnehmer samt Koffer und Schlüssel - idealerweise passend - auf ihre Zimmer verteilt. Doch an Nachtruhe war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zu denken. Inspiriert von ihrem Umfeld trafen sich die japanischen Jugendlichen noch zu einem gemeinsamen Fußballspiel in der Sporthalle und unter begeisterten La-Ola-Wellen endete das erste Match auf deutschem Boden nach langem Kampf schließlich mit einem fairen 1:1. 
Ausgeschlafen und in guter Stimmung ging es dann am nächsten Morgen mit der Straßenbahn zum Römer, dem Mittelpunkt der Frankfurter Altstadt. Dort im Kaisersaal erwarteten bereits die Stadträtin Frau Nazarenus-Vetter und der Ressortleiter Jugendarbeit der dsj Peter Lautenbach ihre Ankunft. In ihren Begrüßungsreden unterstrichen beide die Bedeutung des deutsch-japanischen Simultanaustausches und des Sports allgemein für die interkulturelle Entwicklung junger Menschen und ließen es sich auch nicht nehmen, auf die Vorzüge der Stadt Frankfurt hinzuweisen. Kenji Ito bedankte sich daraufhin für den herzlichen Empfang und lud sogleich alle Anwesenden zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ein. 
Nach einem kleinen Umtrunk im Foyer des Rathauses konnten sich die japanischen Jugendlichen gruppenweise nun selbst ein Bild von der Stadt Frankfurt machen. Von der Paulskirche bis zum Palmengarten, vom Main Tower über den Eisernen Steg bis hin zum Frankfurter Zoo; überall waren sie zugegen und mussten dabei mitunter eigenwillige Aufgaben bewältigen. So wurden Passanten um eine Umarmung samt Foto gebeten oder der verdutzte Mitarbeiter des Rathauses musste über berühmte Besucher desselben Rede und Antwort stehen. Mit zahlreichen Schnappschüssen machten sich die Gruppen auf den Rückweg zur Sportschule, wo sie ein zweistündiges Sportprogramm erwartete. Es wurde geschwommen, geturnt, Völkerball gespielt und ein Parkour ganz im Stil der japanischen Game Show Takeshis Castle durchlaufen. Erschöpft aber glücklich ließen die Teilnehmer den Abend gemeinsam bei einem gemütlichen Grillen ausklingen. 
Am nächsten Morgen war die Aufbruchsstimmung unter den Japanern bereits deutlich zu spüren, doch zunächst ließen sie den vergangenen Tag mit einer kurzen Präsentation und Fotos der Stadtrallye noch einmal Revue passieren. Trimmy, das Maskottchen des DOSB, ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und schaute spontan für einige Fotos mit den japanischen Gästen vorbei. Bis um 10 Uhr waren schließlich auch die letzten Regionalbetreuer und Dolmetscher angereist und so konnten die japanischen Gruppen feierlich in ihre Hände übergeben werden. Gemeinsam steht ihnen in den nun kommenden 11 Tagen ein abwechslungsreiches Sport- und Kulturprogramm bevor. Wir wünschen ihnen und ihren Gastfamilien eine erlebnisreiche Zeit! 
Text:   Eric Tietz, AG-Japan
Bilder: dsj


Impressionen von der Stadtrallye


Sport verbindet


44. deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

Die traditionelle Jugendbegegnung der Deutschen Sportjugend und der Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA)  findet in diesem Jahr bereits zum 44. Mal statt und steht unter dem Jahresthema: „Fair Play: Respekt im Sport und persönlichen Umfeld".
Am Freitag, den 21. Juli 2017, machen sich 120 deutsche Teilnehmende auf den Weg nach Japan. Dort werden sie in Osaka empfangen, bevor sie in Kleingruppen für zwei Wochen in unterschiedliche Präfekturen Japans weiterreisen und sich am Ende zur Sayonara-Party in Tokyo wieder treffen. Den Heimflug treten sie am 7. August 2017 an. Das diesjährige Leitungsteam bilden dsj-Vorstandsmitglied Kirsten Hasenpusch (Stellvertretende Delegationsleitung), Masako Tsuno (Organisation) und Dieter Haug (Leiter des diesjährigen Austauschs). Kirsten Hasenpusch sagte: „Ich freue mich auf spannende, interessante und vor allem sportliche Wochen voller Vielfalt und Kultur, und darauf, gemeinsam mit den Teilnehmenden das Jahresthema ‚Fair Play und Respekt‘ zu füllen."

In  wenigen Tagen wird der Gegenbesuch aus Japan erwartet. 83 Japanerinnen und Japaner kommen am 31. Juli 2017 in Frankfurt an. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt geht es auch für sie in kleineren Gruppen weiter in verschiedene Regionen Deutschlands, bevor alle abschließend in Berlin zur Abschiedsfeier zusammenkommen und am 16. August 2017 wieder abreisen.

Sie können hier den Austausch live verfolgen!

Blog des deutschen Leitungsteams und Gruppen;
Fotos aus Japan (instagram) 

44. Deutsch-japanischer Sportjugend-Simultanaustausch


Gesamtdelegation 2017

Vorbereitungsseminar in Blossin vom 29. Juni bis 2. Juli

Land unter in Berlin. Sintflutartige Regenfälle, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen. Die Feuerwehr im Dauereinsatz. Und wir mitten drin. Schon der Weg vom Flughafen nach Blossin gestaltet sich schwierig. Wir müssen nach Brandenburg zur Jugendbildungsstätte an den Wolziger See. 120 Jugendliche und ihre Betreuer warten auf die letzten Infos, bevor es am 22. Juli Richtung Japan losgeht. Der Freitag ist ausgefüllt mit Vorbereitungen. Die Einkleidung muss sortiert und für jeden Teilnehmer abgepackt, Listen erstellt und kopiert, Absprachen untereinander und mit dem Büro der Bildungsstätte abgestimmt, Tagungsräume und die Mehrzweckhalle bestuhlt und eingerichtet werden. Nach dem Mittagessen treffen die Teilnehmer gruppenweise ein, zunächst die aus der näheren Umgebung, am Abend die anderen. Die Gruppe aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat verkehrstechnische Probleme und erreicht Blossin erst gegen 21 Uhr. Der Kennenlernabend erfordert bei manchen letzte Reserven, waren sie doch den ganzen Tag unterwegs. Auch das Programm des nächsten Tages ist prall gefüllt. Ein fester Programmpunkt seit Jahren ist die Morgengymnastik um 7:27 Uhr. 7:27 Uhr deshalb, um die Mädchen und Jungen zur Pünktlichkeit zu erziehen, die ein wesentlicher Bestandteil der japanischen Kultur ist. Anschließend proben alle den Cup-Song, der die diesjährige gemeinsame Mitmach-Aktion darstellt. Unterstützt von Ludwig, seiner Gitarre und einem spontan gegründeten Chor klappert und ploppt schon bald rhythmisch und erstaunlicher Synchronität durch die Halle. Themen-Workshops, Fotoshooting, ein interaktiver Japanisch-Kurs und sportliche Einheiten folgen dicht hintereinander, bevor nach dem Abendessen der große Länderabend stattfindet. Dort zeigen alle Gruppen ihre gemeinsam erarbeiteten und einstudierten Präsentationen, die sie auch in Japan aufführen wollen. Die Ideen sind vielfältig, die Darbietungen in ihrer Güte und Qualität unterschiedlich. Ronja und Fabian moderieren gekonnt durch das Programm und überbrücken manch technische Panne mit erfrischenden Einlagen. Der Abend klingt für viele Teilnehmer in der Halle mit Tanzmusik aus, während andere das gemeinsame Gespräch am Palstek suchen. Den Programmschwerpunkt des letzten Tages bilden die Erfahrungen von Pauline und Dennis, die sich in der Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft engagieren und den Teilnehmern eine Möglichkeit bieten, sich auch nach dem Austausch mit Japan, der ja bekanntermaßen eine einmalige Gelegenheit darstellt, zu beschäftigen. Letzte Fragen werden beantwortet, ein letzter Dank an all die zahlreichen Helfer und die AG (Kathi, Janine, Nadine, Helmut Noriko, Matthias und Eric), die Geschäftsstelle und Masako sowie Kirsten vom Leitungsteam, und schon machen sich alle wieder auf den Heimweg. Es bleiben noch drei Wochen, bevor die große Reise ins Land der aufgehenden Sonne startet. 
Dieter Haug


Gruppenleiter-innen und Delegationsleitung


Süortjugend Berlin/Brandenburg


Sportjugend Schleswig-Holstein


Deutsche Schwimmjugend


Deutsche Judojugend


Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern


Deutsche Skijugend


Württembergische Sportjugend


Sportjugend Niedersachsen I


Sportjugend Niedersachsen II


Sportjugend Sachsen /Sachsen-Anhalt


Sportjugend Rheinland-Pfalz/Saarland


Sportjugend Nordrhein-Westfalen


Sportjugend Bayern II




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