Sayonara Japan

Mit unbeschreiblich vielen neuen Erfahrungen im Gepäck ging es für die Delegation heute früh mit dem Flieger zurück nach Deutschland.

Nun kann man gespannt entgegensehen, wie die neu gewonnenen Erkenntnisse in die heimischen Strukturen der dsj eingebracht und umgesetzt werden. Eines steht auf jeden Fall fest: Die Erwartungen dieses Fachkräfteaustausches wurden mehr als erfüllt!

Arigato und Sayonara!

Auf ein baldiges Wiedersehen!

Der letzte Tag des Fachkräfteaustausches begann mit dem Auswertungsgespräch in den Räumlichkeiten der JJSA (Japan Junior Sports Association). Die Gruppe ließ die zwei Wochen Revue passieren und sprach der japanischen Seite ihr Lob für den gelungenen Austausch aus. Zusätzlich gaben sie den Mitarbeitern einige Anregungen für die kommenden Maßnahmen mit auf den Weg. Alle waren sich einig- die nächste Japanreise kommt bestimmt!

Im Anschluss ging es zum letzten offiziellen Programmpunkt: Dem Besuch des Nationalen Trainingszentrums des NOC (National Olympic Comitee). Besonders beeindruckt war die Delegation von der imposanten Bauweise der Sportstätte.

Den Abschluss des Austausches bildete dann am Abend das Abschiedsessen mit den wichtigsten Vertretern der JJSA. Insgesamt waren alle Beteiligten begeistert und so ging die gelungene Studienreise in freundschaftlicher Atmosphäre zu Ende.  

Deutsch-japanische Freundschaft

Nach einem Tag des individuellen Selbststudiums in Tokio lud die Delegation am vorletzten Abend zum gemeinsamen Essen mit Mitarbeitern der JJSA-Geschäftsstelle sowie einigen Dolmetscher/-innen.

Ebenfalls mit am Tisch saß der Vertreter der deutschen Botschaft Sachio Howoldt. Er informierte sich über den Ablauf sowie Inhalte des diesjährigen Fachkräfteaustauschs und zeigte sich offen, die dsj bei kommenden Maßnahmen zu unterstützen.

Mit einem Ausblick auf Tokio 2020 schloss er das Treffen mit folgenden Worten: „Nach dem heutigen Abend stelle ich wieder fest: Sport verbindet Menschen. Noch mehr hoffentlich in den nächsten Jahren, denn es stehen mit den Olympischen und Paralympischen Spielen große Ereignisse in Japan bevor. Ich bin sehr dankbar, dass es diesen Austausch gibt. Die deutsch-japanische Freundschaft lebt von diesen Programmen und wird hoffentlich noch lange fortgesetzt.“

Abschied von neuen Freunden

Der Aufenthalt auf der Insel Kyushu endete nach den sportlichen Anstrengungen der letzten Tage ganz entspannt mit einem Besuch im Onsen (heißer Quelle).

Begleitet von einigen Gasteltern ließ die Gruppe die Zeit mit einem gemütlichen Mittagessen Revue passieren. Die Verabschiedung war überaus herzlich und viele Tränen flossen.

Während des Anflugs auf Tokio hieß der Fuji die Gruppe mit seinem abendlichen Farbenspiel willkommen.

Traditionelles Japan

Pünktlich wurden auch am nächsten Tag wieder alle zusammengeführt. In einer ehemaligen Samurai Villa probierten die Teilnehmer traditionelle Kimonos und Kriegerausrüstungen an.  In dieser traditionellen Aufmachung wohnte die Gruppe daraufhin einer Teezeremonie bei und fuhr mit einer Rindskutsche durch das ehemalige Villenviertel. Das lokale Fernsehen begleitete die komplette Veranstaltung.

Diesem Highlight folgte direkt das nächste: Im nahe gelegenen Kindergarten warteten ca. 100 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren auf das gemeinsame Mittagessen mit der Delegation. Anschließend fand eine überwältigende Trommelaufführung der Kleinen statt.  

Schon ging es weiter über das Gelände des ehemaligen Militärflughafens, mit dem für die japanischen Nachfahren für Friedensbildung gesorgt wird.

Als abschließenden Höhepunkt des gemeinsamen Tagesprogramms durfte die Gruppe danach aktiv an einer Kalligraphie AG der örtlichen Senior High School teilnehmen. Auch hier begleiteten sie einige der „Sports Leaders“ der Sportjugendgruppe.

Den Abend gestalteten wieder die Gastfamilien.  

Izumi erleben

Der auf die Minute durchgetaktete Zeitplan wurde auch am achten Tag wieder eingehalten. Zunächst stand der Besuch eines Sportevents im Sportpark der Stadt Izumi auf dem Programm.  Ein Volleyball Turnier sowie ein Schulbezirksstaffellauf und ein Fußballturnier forderten die aktive Beteiligung sowie das Anfeuern der Delegation.

Anschließend informierten die Gründer des „Leader Clubs“ der Sportjugend Izumi über deren Geschichte und die Tätigkeiten der „Leaders“. Mehrere der 15 aktiven jungen Nachwuchs-Führungskräfte im Sport waren anwesend um sich zum Studienthema mit der Delegation auszutauschen.
Der Nachmittag brachte die Delegation zu einem Besuch an die Beobachtungsstätte der Kraniche, die aus Sibirien zum Überwintern nach Izumi fliegen.

Sehr beeindruckend war auch die Beteiligung der Gruppe an der „Kendo AG“ der örtlichen Junior High School. Die Meister und Schüler/-innen, die teilweise die Besten ihrer Jahrgangsklasse in der Region sind, führten in die Kendo Kunst ein. Das Highlight dieser Stunde war das Anlegen der dazugehörigen Ausrüstung.

Gegen Abend haben die Delegationsmitglieder sich in ihre Gastfamilien begeben, um dort ganz persönliche Eindrücke vom Familienalltag zu gewinnen.

Shinkansen, Shinto und Sashimi

Am siebten Tag sagte die Gruppe Kumamoto auf Wiedersehen und trat im Schnellzug Shinkansen die Reise nach Izumi an.

Das Begruessungskommitee, bestehend aus Junior Leaders des lokalen Sportclubs und Gastfamilien, empfingen die Delegation herzlichst. Weiter ging es mit Kultur: Der Besuch eines Schreins und einer Shinto-Zeremonie sollte fuer zukunftiges Glueck der Teilnehmer sorgen.

Im Anschluss machte sich die Delegation auf zu den staedtischen Sportanlagen, auf der diverse Jugendgruppen trainierten. Die Junior Leaders leiteten eine Trainingsgruppe mit 30 Kindern im Alter zwischen 6 und 15 Jahren. Im Gegensatz zu bisherigen Erfahrungen standen kleine Spiele im Mittelpunkt des Trainings. Auch die deutsche Delegation brachte sich mit der Leitung eines Spiels sowie der Teilnahme an einem gemeinsamen Tanz ein.

Bei einem Freundschaftsabend mit Deligierten des Vereins und dem Kennenlernen der Gastfamilien kann nun auf den erfolgreichen Start aufgebaut werden. Die kommenden zwei Tage geht es in verschiedene Gastfamilien, um die Kultur Japans noch intensiver mitzuerleben.


Heute lässt die Delegation Bilder für sich sprechen...


Sport hält jung und fit

Der fünfte Programmtag brachte die Fachkräfte in den Mehrspartenverein Uto. Nach kurzem Kennenlernen des Vereinsvorsitzenden sowie einem kleinen Informationsaustausch zu den Aufgaben von NPO's (Non-Profit-Organisations) war die sportliche Begleitung einer Seniorengruppe angesagt. Die ältere Generation präsentierte sich wiederholt äußerst fit, vor allem ein Namensspiel heiterte die Stimmung auf.

Ausgiebig und mit großer Begeisterung stärkte sich die deutsche Gruppe anschließend beim Running Sushi. 

Da die Wettervorhersage keine sonnigen Aussichten brachte und starker Regen einsetzte, fiel der vorgesehene Ausflug zu einem Outdoor-Adventurepark ins Wasser, stattdessen besichtigte die Gruppe ein archäologisches Museum! Auf dem Rückweg vom Museum zum Hotel führte der Weg durch die von Erdbeben beschädigte Region Kumamotos, nahe des Epizentrums, was Nachdenklichkeit bei den Delegierten auslöste. 

Getreu dem Slogan "Sport hält jung und fit" entschied sich die Delegationsgruppe nach einem kleinen Abendessen den Tag mit einer Runde Bowling ausklingen zu lassen.

Sport verbindet

Mit dem Banner „Herzlich Willkommen in Nagasu“ empfing die Seniorengruppe des dort ansässigen Vereins am vierten Tag die Delegation. Es standen erste praktische Sporterfahrungen mit der Gymnastikgruppe in einem japanischen Sportverein auf dem Programm. Beim Dehnen, Mobilisieren und Kräftigen ließen die Ü70 Damen die deutsche Gruppe beinahe alt aussehen und auch beim anschließenden gemeinsamen, nennen wir es mal Luftballon-Tennis-Volleyball, kam der Spaß nicht zu kurz. Dabei konnte das Team am eigenen Leib erfahren, was “Sport verbindet“ heißt, auch über die Altersunterschiede und Sprachbarrieren hinweg. Im darauffolgenden Austausch waren die Japaner/-innen besonders am Thema „Integration von Flüchtlingen in die deutschen Sportvereine“ interessiert und stellten dazu viele Fragen.

Das Nachmittagsprogramm führte die deutsche Delegation in eine Grundschule von Nankan. Dort wurde ihnen der Sportunterricht der Erstklässler gezeigt. Dieses Aufeinandertreffen lockte auch verschiedene Vertreter der Gemeinde sowie die kommunale Presse in den Unterricht.  Beachtlich war, dass ein Übungsleiter des Sportvereins die Lehrerin während der Sportstunde unterstützte. Dieser ist mit drei weiteren Trainer/-innen hauptamtlich beim Verein beschäftigt, neben dem Schulsport umfasst das Angebot noch weitere 35 Sportarten.

Diesen sehr aktiven Tag ließ die Gruppe in einem traditionellen und sehr heißen Bad (Onsen) ausklingen.

Ab in den Süden

Für die Delegation ging es am dritten Tag per Flugzeug zur nächsten Station der Reise: Kumamoto auf der Insel Kyushu.

Direkt nach der Ankunft am Flughafen stand der Besuch der Präfektursportanlage von Kumamoto mit seinen verschiedensten Stadien auf dem Plan. Zwei schwere Erdbeben in diesem Frühjahr haben einige Schäden an deren Statik verursacht und noch sind diese nicht wieder vollständig nutzbar.

Doch nicht nur dort hat die Naturkatastrophe ihre Spuren hinterlassen: Eine der wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt , das Schloss der Samurai, traf es vor einem halben Jahr besonders stark. Der Großteil des Schlosses ist nicht mehr begehbar und die Anlage kann somit nur noch von Außen betrachtet werden. Dieser Anblick löste Bedrückung und aber auch Respekt bei der Delegation aus. Der Stadt ist eine schnellstmögliche Restaurierung zu wünschen, damit das Schloss wieder in voller Pracht erstrahlen kann.

Am Abend konnte die Delegation bei deutschem Essen Bekanntschaften mit Mitgliedern der Sportjugend von Kumamoto schließen. Dieser bildete einen gelungenen Auftakt für bevorstehende erlebnisreiche Tage in der Präfektur.

Fragen über Fragen

Am zweiten Tag war die Gruppe zu Gast in der Geschäftsstelle der JJSA. Dort erwarteten sie spannende Vorträge über den organisierten Sport in Japan sowie für den ein oder anderen ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern aus vorherigen Austauschen.

Als Einstieg in die Referate gab es einen Überblick über die Aufgaben des „Amtes für sportliche Angelegenheiten“ (Japan Sports Agency), das erst vor einem Jahr gegründet wurde. Die darauffolgende Mittagspause nutze die Delegation um die nähere Umgebung zu erkunden. Gestärkt ging es dann weiter mit einer Vorstellung der JJSA, welche auch einen Meinungsaustausch zum Studienthema „Sport verbindet- Soziale Vielfalt im Sport“ beinhaltete. Abschließend schilderte ein Vertreter der „Japanese Para-Sports Association“ in seinem Vortrag die aktuelle Situation im Bereich Behindertensport in Japan. Jeder Präsentation folgte ein intensiver Austausch mit vielen Fragen und Anregungen – die Zeit verging wie im Fluge.

Nach einem gemeinsamen Abendessen ließ die Gruppe den Abend mit einem beeindruckenden Blick über die Stadt vom 23. Stock eines Hochhauses in Shibuya ausklingen. 

Konnichiwa Tokio!

Samstagabend war es dann endlich soweit: Die Fachkräftedelegation machte sich auf den Weg nach Japan. Kurz vor dem Einstieg dann noch einmal eine Schrecksekunde: Durch ein Missverständnis wurde an der Sicherheitskontrolle Alarm wegen Sprengstoffverdachtes ausgelöst. Zum Glück konnte dieser schnell aufgeklärt werden und so startete, mit dieser ersten Anekdote, die Reise ins ferne Japan.

In Tokio angekommen luden am Abend Ingo Weiss (ehemaliger 1. Vorsitzender der dsj) und Jan Holze (neuer 1. Vorsitzender der dsj) zu einem gemütlichen Willkommensessen ein. Zusammen mit den japanischen Freunden der Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA) zelebrierte die Runde im Herzen Tokios einen gelungenen Start in den Fachkräfteaustausch.

Auf nach Japan

heißt es am kommenden Samstag für die 7- köpfige deutsche Delegation. Nachdem die 7 Fachkräfte aus Japan nach einem vielfältigen Programm in Deutschland schon wieder in der Heimat gelandet sind, macht sich die deutsche Gruppe um Delegationsleiter Helmut Lange zum Gegenbesuch bereit. Die Vorbereitungen befinden sich in den letzten Zügen und alle haben fleißig Gastgeschenke gesammelt- nun muss noch alles in den Koffern verstaut werden.

In Japan stehen verschiedene Vorträge, Diskussionen und Aktivitäten rund um das Thema „Sport verbindet- Soziale Vielfalt im Sport“ auf dem Programm. Die Fachkräfte aus Deutschland werden 2 Wochen lang die Chance haben sich mit den japanischen Partnern auszutauschen und ganz unterschiedliche Erfahrungen vor Ort zu sammeln.