OUT

Ein Tagesbericht der Gruppe Schleswig-Holstein

28/29.7.2009 – Mutsu

Wie schon von Silja gesagt gab’s am 28. erstmal eine absolut geniale Reise den Fluss hinunter, direkt von der Quelle zum  Meer. Das Wasser war verdammt kalt ( ~12° C), aber nachdem die Füße erstmal teubgefroren waren war das überwiegend kein Problem mehr. Solange zumindest, bis es dann darum ging in Vertiefungen hineinzuspringen, in denen man dann erstmal komplett unterging. Aber letztenendes schafften wir es alle munter und vergnügt runter zum Meer, wo wir dann noch ein bisschen zumplanschten, unser Betreuer Koki-san landete dank Niklas und Malte dann auch nochmal unfreiwillig im Ozean ;)

Dann fuhren wir zu einer Holzwerkstatt, wo wir eine spezielle japanische Holzschnitzart kennenlernten, bei der unter Hochdruck Luft mit winzigen Glassplittern durch eine Schablone auf’s Holz geblasen wird, um die freien Stellen unter der Schablone zu entfernen. Sieht echt super aus wenn’s fertig ist.

Später ging’s ans Bekomochi backen. Bekomochi sind eine japanische Süßigkeit aus Reismehl. Ich weiß nicht, wer auf so was kommt (Japaner halt), aber das gleicht echt Origami mit dem Backteig. Man formt Säulen und Kügelchen, wickelt hier was ein, drückt dort was platt, schneidet hier was ab, klebt was dran, drückt es alles zusammen, schneidet das fertige Produkt zweifelnd auf und hat wie durch ein Wunder durch den gesamten Kuchen eine wunderschönes Muster hindurch. Wirklich beeindruckend. Die Japaner schaffen’s irgendwie, aus allem eine Kunst zu machen.

Naja, soviel nochmal zum Programm der Gruppe. Danach wurden wir vor dem Rathaus von unseren Gastfamilien abgeholt.

Man fühlt sich in Japan oft ein wenig erschlagen von dem ganzen Programm, nach drei Programmpunkten meint man doch, der Tag sei geschafft, aber weit gefehlt.

Johanna und ich wurden von unserer alleinerziehenden Gastmutter Sachiko Nakanishi ersmal ins Sushi-Restaurant ihrer Schwester ausgeführt, dem Lieblingsrestaurant des Bürgermeisters, das überwiegend aus Privaträumen besteht. Man kann seine Bestellung sogar per Telefon aus dem jeweiligen Raum aufgeben und man muss in der Regel reservieren, um überhaupt reinzukommen. Wir bekamen dort ein superleckeres Essen bestehend aus Sushi und Tempura.
Danach ging’s weiter, um bei den Proben einer Taiko-Trommel Gruppe zuzuschauen, die für ein großes traditionelles Fest das bald in Japan stattfindet übten.

Danach ging’s ab nach “Hause”, wo wir nach ein wenig Plaudern dann auch erschöpft ins Bett fielen.

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