Fachkräfte

Gesamtbericht "OUT 2008" 

Der Fachkräfteaustausch der DSJ mit der JJSA wurde im Zeitraum 07. – 20.November 2008 in Japan durchgeführt. Besuchsorte waren:

· Tokyo
· Chiba
· Juntendo
· Kisrazu
· Noda
· Narita
· Kashima

Die Delegation setzte sich aus insgesamt 6 Personen (zwei Frauen, 4 Männer) zusammen, die von den Mitgliedsorganisationen Berliner Sportjugend/ Hartmut Schnur, Sportjugend Rheinland-Pfalz (Japan AG)/ Helmut Lange, Deutscher Judo-Bund/ Regina Monti-Daxbacher, Sportjugend Sachsen/ Regina Brandt, Bayerische Sportjugend (Karate)/ Christian Conrad und DJK Sportjugend (dsj-Juniorteam)/ Tim Börker vorgeschlagen wurden.

Am 11./12.Oktober 2008 traf sich die Delegation in Frankfurt zu einem intensiven Vorbereitungstreffen.

Als Studienthema für diesen Fachkräfteaustausch wurde mit der Japanischen Sportjugend „Kinder und Jugendsport im schulischen und außerschulischen Bereich" vereinbart.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland Ganztagsschulen zunehmend eingeführt werden, ist und war die Thematik für die außerschulische Jugendbildung in Deutschland ebenfalls von Bedeutung. Japanische Kinder und Jugendliche werden generell unter der Woche von Schulen ganztags betreut. Die ausgeprägte Arbeit der AG-Tätigkeiten liegt ausschließlich in den Nachmittags- und Abendstunden, oft bis 19:00 Uhr und länger. An Wochenenden werden regelmäßig Sportwettkämpfe ausgetragen und kulturelle Aktivitäten organisiert. Bedenkt man, dass nach Unterrichtsende viele Kinder und Jugendliche Nachhilfeschulen besuchen, die Kinder dann erst gegen 21:00 Uhr wieder bei ihren Eltern sind, bleiben für die freie Jugendarbeit weniger Chancen übrig als in der Bundesrepublik Deutschland. Trotz der herrschenden Dominanz von Schule sind in Japan im Bildungswesen und im Sport neue Ansätze zu erkennen.

Die Delegationsmitglieder:

· konnten sich in Japan intensiv über die Situation und Belastung von Kindern, Jugendlichen und Lehrern informieren.

· bekamen Einblicke in Kultur, Schule, Schul- und Vereinssport.

· konnten sich ein Bild darüber machen, dass nur wenig Freiraum für außerschulische Jugendarbeit zur Verfügung steht.

· konnten sich darüber informieren, dass familiäres Zusammenleben -bedingt durch die hohe Arbeitsbelastung- sehr kurz kommt, so dass für die Erziehung der Kinder in deren Familien, um diese gesellschaftsfähig zu machen, relativ wenig gemeinsame Zeit zur Verfügung steht. Kinder und Jugendliche in Japan haben deutlich weniger Zeit und Möglichkeiten, Sozialkontakte außerhalb der Schule aufzubauen oder zu pflegen.

· erkannten, dass das japanische Schulsystem nur sehr eingeschränkt „Sozialkompetenzen" fördert.

· erkannten, dass durch die Ganztagsschulen eine Entfremdung in der Erziehung entsteht. Schule – Familie/Elternhaus und Gesellschaft/Vereine harmonieren nicht miteinander.

In Gesprächen mit Vertretern der JJSA wurde deutlich, dass sich die japanische Sportjugend dieser Problematik bewusst ist. Nach der Wahl eines neuen Vorsitzenden der JJSA im Frühjahr 2009 soll ein neues Bildungskonzept erarbeitet werden, das u.a. auch den Bereich der Kinder im Vorschulalter mit einbeziehen soll. Ein weiteres Vorhaben ist die Gewinnung von mehr Jugendlichen im JHS- und SHS-alter für ehrenamtliches Engagement bei der JJSA.

Als Gesprächs- und Informationspartner standen uns Damen und Herren aus den Bereichen Universität, Sportwissenschaft, Kultusministerium, Schule, Präfektur- Stadt- und Gemeinde-verwaltung, JJSA, private Sportanbieter, ÜbungsleiterInnen, VertreterInnen von Sport-vereinen und Sportjugendgruppen zur Verfügung.

Fazit und Ausblick (für Deutschland)

Wenn Ganztagsschulen bundesweit flächendeckend eingeführt werden, dann...

- sind Vereine in Deutschland zukünftig vor hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen verstärkt mit Schulen kooperieren und den Beginn der Tätigkeit ihrer ÜL zeitlich deutlich vorverlegen, was vielen Vereinen nicht leicht fallen wird, da ihre ÜL in der Regel berufstätig sind und daher nicht bereits am früheren Nachmittag für ihren Verein tätig werden können,

- hat Schule die Chance, stärker als bisher erzieherisch – im wahrsten Sinne des Wortes – auf die Kinder und Jugendlichen einzuwirken, da sie sich zeitlich länger in der Schule aufhalten werden,

- hat Schule die Chance, auch wieder stärker Vermittler von sozialen Werten wie Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin und Selbstdisziplin zu werden,

- werden Eltern noch stärker als bisher von der Schule erwarten, dass diese ihren Erziehungsauftrag wahrnimmt und ihnen auch abnimmt. Vor dem Hintergrund der höher werdenden Zahl der Alleinerziehenden wird dies sicher auch von der Institution Schule erwartet,

- werden sich die Schüler in nicht unerheblichem Maß daran gewöhnen müssen, ihre Freizeit anders/stringenter/planmäßiger zu organisieren, da ihnen diese nicht mehr in gewohnter Stundenzahl zur Verfügung stehen wird.

Der Sport in Japan wird vom Schulsport getragen. 2002 wurde von der japanischen Regierung ein Gesetz verabschiedet, wonach bis 2010 in jeder Gemeinde ein Verein gegründet werden soll. Dieses Vorhaben wurde bisher zu ca.60% erfüllt.

 

 

Bericht über die Maßnahme IN 2007 von Yukinobu Sumitani
(Übersetzung und Bilder folgen)

日独スポーツ少年団指導者交流派遣事業を終えて

派遣団団長 住谷 幸伸

2週間のドイツでの研修は派遣された10名にとって、忘れることのできない強い印象を残したと思う。特に初めてドイツを訪問した指導者にとってはドイツの美しい風景が強烈に瞼に焼きついたようだ。成田出発から素晴らしい天気に恵まれ、ドイツとしては珍しく行く先々の天候が味方する傘無用の訪問となった。

私は1980年に初めてドイツを訪問して以来、数回にわたる研修の経験があるが、訪独2週間で7回のレクチャー、16箇所の視察をとおして、新しい発見も数多くあった。何度行ってもまだまだ奥は深いと感じる。まず、私なりに感じたドイツの教育、スポーツについて書きたいと思う。

ドイツの教育については、日本のように進学時に試験がないため塾はなく、本人の能力主義で進学させることが当たり前という意識が定着している。無理やり能力以上の学校に入学させたいという願望を持つ保護者は少ないそうで、基本的に日本の教育環境とは大きく乖離している。子どもたちがのびのびと育っている印象が強かった。

訪問したスポーツクラブはプロ選手を抱えるブンデスリーガーのクラブから人口300人余の小さい村のクラブまでさまざまな10クラブで、複合型のクラブだけでなく、単種目型のクラブもいくつか訪問した。ドイツのスポーツを支えるスポーツクラブの運営はボランティアとスポンサーが支えていることをどのクラブに行っても強調されていた。どのような目的、規模のクラブでも活動拠点であるクラブハウスやグランド、体育館など体育施設を持っていた。日本に比べるとドイツは地価が安いので、日本においてドイツの通りに用地を確保することは難しいと思うが、どのクラブも施設の建設に関しては役員やボランティアによって建てられたようで、行政支援の体制が整えば日本でも可能となる。いずれにしても総合型地域スポーツクラブを推進する上で、活動拠点を確保する行政支援の体制を政治的に整える必要性を強く感じた。また、広報活動を展開するなかで企業スポンサーを獲得し、資金源としていることも各クラブの共通している点であった。

次にドイツにおける選手の強化体制については、選手の日常の活動は地域のスポーツクラブでしているが、学校として全国大会につながる大会に出場していること、競技別の強化指定の学校があり、特別なコーチが派遣されているとの話も聞くことができた。生涯スポーツと競技スポーツが共存している実態について知ることができた。

ドイツでの受け入れ態勢については最初の訪問地であるメルツェンのベルント・クンツさん、イーダーオーバーシュタインのヘルムート・ランゲさんともにきめ細かなプログラムを用意いただき、どの訪問先に行っても、私たちを受け入れる体制が整っていた。効率的かつ高密度の研修ができたのは彼らが十分な準備をしていただいていたからである。また、情熱的で気持ちの行き届いた配慮をあらゆる場面で感じた。この二人が研修成功のキーパーソンであったことは明らかだ。心から心からお礼申し上げたい。ただ、受け入れ都市に対してDSJから受入れ依頼があったのが同時交流終了後の8月中旬になったことや、直前になって受け入れの順番が変わるなど準備が大変だったと受け入れ担当者が呟いていたことを付け加える。

また、日本を訪問したい人がたくさんいることに驚いた。メルツェンもイーダーオーバーシュタインも日本を観光訪問したいクラブが多く、武道の交流事業を進めたいとの希望も聞いた。日本を訪問したいと言ってもらえる事は大変うれしい話である。できる限り、希望をかなえるように努力したいと思っているが、受け入れ態勢の交通整理が必要だ。

派遣団の指導者の先生は年齢、職業、スポーツ種目などさまざまで、楽しいグループとなった。ドイツでは個性を発揮しそれぞれが頑張った。特に愉快な人が多く、グループのムードは特に明るかった。一人ひとりが行動に責任を持ち、役割分担を十二分に果たしていただいた。レクチャーや視察では全員が一言も聞き漏らすまいという態度で研修に臨み、ドイツの方も驚いていると報道された。若い世代の指導者は積極的で感受性も高く、頼もしく感じた。これからの活動に大いに生かし、彼らのもとで多くの人々が幸せで健康になってくれると予感した。再びドイツに行くこともあると思うが、積極的な気持ちを忘れずに成長してほしいと思う。

私は成田を出発するときに指導者の皆さんに次の4つのお願いをした。

1. 今回のテーマである「地域と学校の連携による青少年スポーツの振興」に基づいた研修により、日本スポーツ少年団の将来像を探りたい。

2. ドイツのスポーツ環境の現状を把握し、日本における地域スポーツのあり方について考える機会としたい。

3. ドイツの歴史や文化に触れ、ドイツの方々とより交流を深めたい。
(歴史的施設、産業施設、教育施設、スポーツ施設などの見学や食文化を含むドイツ人の日常生活に触れる)

4. 全員のチームワークと協力
(池田総務にまとめ役をお願いする。常に全員の意思疎通を図ることにより効率的で安全な研修にしたい。そして、20日には全員元気で帰国する)

私のお願いについてはパーフェクトにクリアされたと思っている。参加された指導者の先生方、協力ありがとうございました。大変お疲れ様でした。今後も交流を深め、ともに成長したいと思います。

  

 

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