Zwei Orden

Zwei Orden für die deutsch-japanische Austauschzusammenarbeit

Die nachhaltige Arbeit im deutsch-japanischen Simultanaustausch wird von der japanischen Regierung anerkannt und mit dem „Zweifarbigen Orden der aufgehenden Sonne (旭日双光章)" geehrt.
Günter Weiß, Linden und Johann Aubart, Trier erhalten diesen Verdienstorden, der 1875 eingeführt wurde. Dieser Orden kann an die Personen verliehen werden, die sich für den Staat und die Öffentlichkeit bedeutende Verdienste erworben haben.
Die Deutsche Sportjugend freut sich über die mit der Ordensverleihung verbundene Anerkennung für die Völker verbindende und nachhaltige Arbeit. Insbesondere über die Tatsache, dass die Wurzel dieser internationalen Austauschzusammenarbeit im Simultanaustausch liegt.
Schon vor dieser Ehrung des „Zweifarbigen Orden der aufgehenden Sonne (旭日双光章)" wurde Rudi Müller (1927-2003), ehemaliges für die internationale Jugendarbeit zuständiges dsj-Vorstandsmitglied, 2003 mit dem Orden vom „Heiligen Schatz am Bande goldene Strahlen" (勲四等瑞宝章) ausgezeichnet. Durch seinen plötzlichen Tod konnte der Orden leider nur postum verliehen werden.

Der TV Großen-Linden war 1976 zum ersten Mal im Rahmen des 3. deutsch-japanischen Sportjugend Simultanaustausches Gastgeber einer japanischen Gruppe. Als Gegenbesuch flog 1977 die Jugendgruppe aus Großen-Linden (Gruppe Hessen) der Leitung von Günter Weiß nach Japan unter. Eine Station in Japan für diese Gruppe war die Stadt Warabi mit Familienaufenthalt. So begann die Geschichte und Verbundenheit mit den Menschen in Warabi. Das große Interesse an Japan über die Grenzen Lindens hinaus hat schließlich zur Gründung der "Deutsch-Japanischen Gesellschaft Linden-Warabi e.V." geführt.

In der Geschichte des deutsch-japanischen Sportjugend Simultanaustausches spielte die Arbeitsgemeinschaft der Postsportvereine (APV) eine wichtige Rolle. Ab 1977 wollte sich die APV, die im Laufe der Privatisierung der Post leider aufgelöst werden musste, am Simultanaustausch beteiligen und vermittelte für die Durchführung von Vorbereitungsseminaren und des Zentralprogramms das hervorragende Post-Bildungszentrum in Heusenstamm. So erhielt der Austausch damals gewisse Qualität.
Johann Aubart betreute die Partnergruppen der APV „ Kanto I" und durfte 1980 als Gruppenleiter einer APV-Gruppe nach Japan fliegen. Die dort geknüpften Kontakte erweiterte er immer weiter, so dass Trier heute die Stadt Nagaoka als festen Partner hat.

Durch den Simultanaustausch der dsj haben die beiden begeisterten Organisatoren mit Herz für Japan Kontakt mit dem Land der aufgehenden Sonne erhalten und kontinuierlich weiter für die Verbindung mit Japan gearbeitet. Die Freundeskreise wurden erweitert und vertieft, so dass heute beide Städte als Basis des Bürgeraustausches eine deutsch-japanische Gesellschaft gegründet haben. Aber die Gründungsphilosophie lebt weiter: Jugendförderung und Nachwuchsarbeit.

Die Ordensverleihung wurde am 07.03.2008 durch den Generalkonsul von Japan, Herrn Yoshitaka Hanada in seiner Residenz vorgenommen.

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Die Deutsche Sportjugend gratuliert den
Herrn Weiß und Herrn Aubart zur Ordensverleihung, wünscht weiterhin
viel Erfolg und freut sich über dieses musterhafte Engagement auf der Grundlage unserer gemeinsamen deutsch-japanischen Jugendarbeit.

 

 

(v.l.n.r.: Günther Weiß, Herr Generalkonsul Yoshitaka Hanada, Johann Aubarth, Günther Kühn)

 

 

 

 

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