Deutsch-Japanischer-Sportjugend-Simultanaustausch
Unter der Federführung der Deutschen Sportjugend wird im Jahr 2012 zum 39. Mal der deutsch-japanische Simultanaustausch durchgeführt.125 Jugendliche aus ganz Deutschland erhalten im Juli / August 2010 die Möglichkeit, Gäste in japanischen Familien zu sein. Am .01.August 2012 besuchen 125 Jugendliche aus Japan unser Land.
Unter dem Motto „Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen im Sport" wollen wir miteinander diskutieren, um Einblicke in Schule,Sport, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik zu bekommen. In Gesprächen vor Ort erfahren die Jugendlichen Näheres über die Lebensgewohnheiten des jeweiligen Gastlandes.
Mehrere Vorbereitungstreffen der einzelnen Gruppen, die Japan besuchen werden, dienen dazu, erste Informationen über Geographie, Geschichte, Politik, Kultur, Schule und die Religionen Japans zu erhalten. Die Teilnahme an diesen Treffen ist ebenso Pflicht wie die zentrale Vorbereitung der Deutschen Sportjugend mit allen 125 Japan-Fahrern in Blossin / Brandenburg. Eure eigenen Gedanken zum Jahresthema könnt Ihr bei den Vorbereitungstreffen einbringen und Eure Wünsche Eurem Freizeitleiter mitteilen. In einem gemeinsamen Gruppenprogramm werdet Ihr für einen der Höhepunkte bei der Sayonara-Party ein gemeinsames Programm einstudieren.
Alle Betreuer und Betreuerinnen, Dolmetscher und Dolmetscherinnen der Maßnahme in Deutschland, bereiten sich in einem gemeinsamen Wochenendseminar auf den Besuch der japanischen Gäste vor.
Wer Interesse hat, das Land der aufgehenden Sonne persönlich kennenzulernen, sollte sich bei seiner Landessportjugend melden. Auch die Sachbearbeiterin der Deutschen Sportjugend, Frau Kaori Miyashita, Telefon(069/6700-334) gibt gerne Auskunft.
weitere Informationen zum Austausch
Die Zusammenarbeit mit Japan geht bereits auf die 50er Jahre zurück. Der anfängliche Austausch von jungen Leuten wurde im Sinne der "Goodwill-Mission" durchgeführt. Anlass zur Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit war das Olympische Jugendlager 1964 in Tokyo. Im Jahr 1967 haben die Deutsche und die Japanische Sportjugend einen direkten Jugendleiteraustausch vereinbart. Dieser Austausch von Führungskräften und Multiplikator/-innen findet heute noch als flankierende Maßnahme des Simultanaustausches statt. Im Zuge dieser direkten intensiven Zusammenarbeit entwickelte sich beiderseits der Wunsch nach einem eigenen Jugendaustausch zwischen der Deutschen und der Japanischen Sportjugend. In der Zwischenzeit fanden 1972 unter starker Beteiligung beider Organisationen die Olympischen Jugendlager in Sapporo und München statt. 1973 war es dann soweit, dass eine Vereinbarung mit der Japanischen Sportjugend getroffen wurde, die vorsah, ab 1974 einen deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch durchzuführen.
Seitdem ist die Kooperation zwischen beiden Sportjugendorganisationen noch intensiver geworden. Alle vier Jahre wird die Vereinbarung über den Austausch verlängert und dabei wird das Austauschprogramm inhaltlich und organisatorisch überprüft und weiterentwickelt. Beide Seiten bemühen sich weiterhin, den Austausch qualitativ zu verbessern.
Im Jahr 2006 wurde in der dsj eine Projektgruppe Japan gegründet, die die Maßnahmen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch begleitet. Ihre Arbeit trägt zur Qualitätsentwicklung und zum Qualitätsmanagement des Austausches bei.
Bisher haben rund 10.000 deutsche und japanische Jugendliche und Betreuer/-innen an dieser Jugendbegegnung teilgenommen. Zudem haben noch unzählige Gasteltern und Jugendliche im Gastland vor Ort beim Austauschprogramm mitgewirkt.
Aus den Freundschaften, die während des Simultanaustausches entstanden sind, sind viele neue Austauschprogramme auf privater oder kommunaler Ebene geboren.
Anliegen des Austausches
Ziel des Jugendaustausches ist es, gemäß den Richtlinien des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) für die Internationale Jugendarbeit und im Sinne des Förderungsplanes der Japan Junior Sports Club Association, die überfachliche Jugendbildung in den Bereichen Kultur, Sport, Wirtschaft, Gesellschaft und Soziales zu fördern.
Der Simultanaustausch ist im Schwerpunkt breiten- und freizeitsportorientiert. Sport bildet für das Austauschprogramm einen besonderen Akzent. Macht einfach viel Sport mit euren Gästen zusammen! Sport ist unsere gemeinsame „Sprache" und das gemeinsame Sporttreiben bringt euch und eure Gäste näher zusammen.
Das Programm soll Einblicke in die Lebensweise unserer beiden Völker geben. Nehmt die Gäste daher in euren normalen Familienalltag auf. Serviert etwas, was ihr esst. Gebt ihnen die Möglichkeit, etwas Neues oder Typisches aus eurer Region bzw. eurer Familie zu probieren.
Gleichzeitig sollen die teilnehmenden jungen Menschen durch das Kennenlernen der Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in den beiden Ländern die freundschaftlichen Verbindungen vertiefen und befähigt werden, die eigene Situation und Lage in dieser globalisierten Welt zu erkennen.
Der Jugendaustausch soll durch die beiderseitigen Programme dazu beitragen, durch das Kennenlernen der aktuellen Situation der Jugend und des Sportes im Gastland die Teilnehmer/-innen für die sportliche Jugendarbeit zu interessieren und für eine Mitarbeit in der Jugendarbeit zu motivieren.
Um diese Ziele des Austausches zu erreichen, wird ein für beide Länder geltendes Jahresthema festgelegt, das den Austausch begleitet. Im Regionalprogramm sollen Diskussionsrunden über dieses Thema eingeplant werden.
Struktur und Ablauf des Austausches
Die Deutsche Sportjugend empfängt 125 japanische Teilnehmer/-innen einschließlich erwachsener Begleitpersonen. Eine deutsche Delegation von 125 Teilnehmer/-innen weilt fast zum gleichen Zeitpunkt in Japan. Beide in- und out-Maßnahmen werden jedes Jahr durchgeführt. Die jeweilige Delegation besteht aus den 12 regionalen Gruppen und einem Leitungsteam. Eine Gruppe besteht aus Jugendlichen im Alter von 15-22 Jahre und einer Gruppenleitung.
Der Austausch dauert insgesamt ca. 18 Tage. Am Beginn wird in Frankfurt ein dreitägiges Einführungsprogramm für die Gesamtdelegation aus Japan angeboten. Dann besuchen 12 Gruppen ihre regionalen Partner. Das Regionalprogramm mit den Familienaufenthalten ist der wichtigste Teil des Austausches. Dabei steht jeder Gruppe ein/e Dolmetscher/-in als Sprach- und Kulturmittler/-in zur Verfügung. Am Schluss treffen sich alle Gruppen wieder in Frankfurt. Dort findet ebenfalls ein Zentralprogramm für alle Teilnehmer/-innen statt, in dem die Auswertung des Austausches vorgenommen und der Abschied im Rahmen einer "Sayonara-Party" gefeiert wird

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